Systemair - Geschichte

Exportpreis

Im Mai 2007 bekam Gerald Enström den "Großen Exportpreis" der schwedischen Handelskammer vom schwedischen König überreicht. 

Firmengründung

Systemair wurde 1974 von Gerald Engström und zwei Geschäftspartnern unter dem Namen L.H.G Kanalfläkt AB in Schweden gegründet. Der Firmengründung lag die Produktidee des Rohrventilators zu Grunde, der die Montage von Ventilatoren in Lüftungssystemen erheblich vereinfachte. Produktionsstart war im schwedischen Skinnskatteberg. Auf Grund erfolgreicher Marketingaktivitäten in Norwegen betrug der Exportanteil von Anfang an über 50 %. Die Produktpalette wurde nach und nach um Kanalventilatoren erweitert und der Export auf weitere europäische Länder ausgedehnt.

 

70er und 80er Jahre

Der internationale Expansionskurs von Systemair begann mit der Gründung einer Vertriebsgesellschaft in Finnland und wurde im Laufe der 80er Jahre durch eine Firmenakquisition in Norwegen fortgeführt. 1981 begann Systemair über die Firma Kanalflakt in Sarasota, Florida, die von einem Handelsvertreter gegründet wurde, in die USA zu exportieren. Ende der 80er Jahre wurde die norwegische Vertriebsgesellschaft Jolin übernommen.


90er Jahre

1990 - 1997

Durch die Übernahme von Frico International im Jahre 1992 konnte Systemair weitere Marktanteile gewinnen. Zu dieser Zeit war Frico an der Stockholmer Börse gelistet. Im Zuge dieser Übernahme wurden Heizlüfter und Türluftschleier mit in das Produktprogramm aufgenommen. Ende der 90er wurde die Vertriebsstrategie geändert. Es wurde die Entscheidung gefällt, über 100%ige Tochtergesellschaften und nicht mehr wie bisher teils über eigene und teils über externe Vertriebsgesellschaften zu verkaufen. 1997 wurde ein Vertriebsbüro in Moskau eröffnet. 1995 übernahm Systemair Environment Air in Kanada, einen Hersteller von Wärmeübertragern und gleichzeitig Kunde von Systemair. 1996 wurde eine Produktionsstätte in Bouctouche, Kanada aufgekauft, wo hauptsächlich Rohrventilatoren und Wärmeübertrager für Geräte der kontrollierten Wohnraumlüftung für den amerikanischen Markt produziert wurden. 1997 wurde die Fa. SCIE Systemair, die bis zu diesem Zeitpunkt die Handelsvertretung in Frankreich war, erworben. Dieser Name wurde später für die gesamte Firmengruppe übernommen.

1998/1999

Im Geschäftsjahr 1998/1999 kam die Fa. Europair in Södertälje dazu, die Luftauslässe und Volumenstromregler entwickelte und vertrieb. Im gleichen Jahr wurde die deutsche Fa. LTI Lüftungstechnik in Windischbuch und damit auch Produktionsstätten und Niederlassungen in Polen, England und Singapur übernommen. Das Unternehmen wurde Produktions- und Distributionszentrum der Systemair-Gruppe. Systemair Deutschland produziert und vertreibt Ventilatoren und Lüftungsgeräte für das In- und Ausland. Darüber hinaus wurde 1997 die französische Firma Sertim erworben, ein Hersteller von Heizstrahlern.

1999/2000

Eine Vertriebsgesellschaft in Estland, mit Niederlassung in Lettland, wurde akquiriert. Im gleichen Jahr wurde eine Vertretung in Shanghai eröffnet.

2000

In den Jahren 2000/2001 wurde ein neues Vertriebszentrum in Skinnskatteberg gebaut. Dadurch konnten die Distributionsmöglichkeiten deutlich verbessert werden. Zusätzlich wurde erheblich in den Maschinenpark in Skinnskatteberg investiert, wodurch die Produktionskapazitäten erheblich gesteigert werden konnten. Durch die Übernahme von Danvent in Dänemark wurde die Produktpalette um Klimakastengeräte für Großgebäude erweitert. Systemair übernahm 75 % der Vertriebsgesellschaft UAB Alitas in Litauen und gründete eine 100 %ige Vertriebstochter in der Türkei.

2001/2002

Übernahme von VEAB Heat Tech in Hässleholm, einem führenden Hersteller von Heizregistern und Heizlüftern sowie des Lüftungsgeräteherstellers Auranor Aggregater in Eidsvoll, Norwegen. Darüber hinaus wurde eine Vertriebsfirma in Österreich und Phoenix Components in England erworben, die Türluftschleier unter dem Namen Shearflow herstellte und vertrieb. Neue Vertriebsgesellschaften wurden in Hongkong, Ungarn und Irland gegründet.

2002/2003

Übernahme der Vertriebsfirma Meidijk Ventilatientechniek in den Niederlanden. Systemair erweiterte das Firmengelände in Skinnskatteberg um 26.000m2 und eröffnete ein neues Entwicklungszentrum, das über ein  AMCA-zertifiziertes Labor zum Messen des Luftstroms, des Wirkungsgrades, der elektrischen Sicherheit und den Schallwerten verfügt.

2003/2004

2004 wurde das englische Unternehmen Fans & Spares aufgekauft, das Ventilatoren und entsprechendes Zubehör in Großbritannien vertreibt. Der deutsche Türluftschleierhersteller Gelu und das Handelsunternehmen Antlia in der Schweiz wurden übernommen. In Belgien wurde eine Vertriebsgesellschaft gegründet und in Eidsvoll, Norwegen eine neue Lagerhalle gebaut.

2004/2005

In Südafrika, Rumänien und den Niederlanden wurden neue Vertriebsgesellschaften gegründet. Die Firma Pyrox in Norwegen wurde verkauft. Anfang 2005, eröffnete Systemair eine Produktionsstätte in Ukmergé in Litauen, die die Produktion von Wohnraumlüftungsgeräten von Systemair Norwegen übernahm.

2005/2006

Im November 2005 wurde die Übernahme der Fa. Marvent in Slovenien vollzogen, die auf Thermo- und Brandgasventilatoren spezialisiert ist. Im Dezember wurde die Vertriebsgesellschaft Multiventilacao in Portugal übernommen, die sich auf den Vertrieb von Ventilatoren und Klimageräten spezialisiert hatte. Systemair eröffnete ein Vertriebsbüro in den Vereinigten Arabischen Emiraten und in Spanien sowie eine Vertretung in Indien. Der Vorstandsvorsitzende von Systemair, Gerald Engström, wurde in Schweden von Ernst & Young zum Unternehmer des Jahres gewählt.

2006/2007

Im August 2006 eröffnete Systemair eine Vertretung in Peking. Im September wurde die österreichische Vertriebsgesellschaft Altexa übernommen. 2007 erwarb Systemair die Vermögenswerte von Matthew & Yates, einem der führenden Hersteller von Axialventilatoren in Großbritannien. Darüber hinaus wurde die slowaksiche Firma Imos übernommen, ein Hersteller von Lufftauslässen.

2007/2008

Systemair wurde mit dem „Major Export Award“ ausgezeichnet. Diese Auszeichnung wird alljährlich von der Schwedischen Handelskammer an ein schwedisches Unternehmen verliehen, das große Exporterfolge nachweisen kann. Maßgebliche Kriterien sind hierbei kontinuierliches Wachstum und eine gute Ertragslage.

Die Beweggründe der Jury waren:

Das Management der Systemair-Gruppe hat beständig und mit eigenen Ressourcen eine internationale Unternehmensgruppe geschaffen. Als Fundament hierfür diente die revolutionäre Idee des Rohrventilators. Vom Produktions- und Entwicklungsstandort in Skinnskatteberg aus hat Systemair kontinuierlich eine Firmengruppe aufgebaut mit Produktionsstätten in sieben Ländern, eigenen Vertriebsniederlassungen und Exportaktivitäten in vielfältigen Ländern. All dies unter starkem Wettbewerb.

Im Juni 2007 übernahm Systemair die Anteile der spanischen Firma Koolclima und damit den Vertrieb und die Produktion von Klimakastengeräten.